Archiv der Kategorie '01. Mai 2014'

Kaiserslautern: Über 2000 auf der Straße gegen Nazis

Gegen einen Aufmarsch von maximal 100 Faschisten der NPD haben sich am 01. Mai 2014 mehr als 2000 Menschen auf verschiedenen Veranstaltungen positioniert. Über 600 entschlossene AntifaschistInnen haben sich den Rechten entgegengestellt und sowohl die ursprüngliche wie auch die Ausweichroute unmöglich gemacht, so konnten sie nicht einmal ein drittel ihrer ursprünglichen Route laufen.

Ab 10.00 Uhr morgens haben sich auf der Kundgebung „Gute Arbeit – Soziales Europa“ des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) über 1000 AntifaschistInnen versammelt. Von dort aus starteten gegen 10.30 Uhr mehrere Gruppen an den Messeplatz, welche diesen blockierten. Ihnen schloss sich der Motorradclub „Kuhle Wampe“ an.

Die Blockaden konnten nicht geräumt werden, stattdessen führten die Polizeikräfte die Faschisten durch einen privaten Parkplatz auf die Altenwoogstaße. Eine große Gruppe von AntifaschistInnen war zu diesem Zeitpunkt bereits eingekesselt. Andere DemonstrantInnen wurden durch die Polizei körperlich angegriffen, hierbei kam es zu mehreren Verletzten. Danach zogen die Nazis direkt in die Friedenstraße, eine Parallelstraße des Asternwegs, in welchem sich das Flüchtlingsheim befindet. Dort hielten sie an unterschiedlichen Stellen Reden, diese gingen aber im Lärm der GegendemonstrantInnen unter.

Die Route der Faschisten musste ein weiteres mal verkürzt werden, da in allen größeren Straßen Blockaden standen und überall Bewegung stattfand. Die Polizei, welche mit starken Kräften vor Ort war, setzte zeitweise einen Helikopter ein, um die Lage kontrollieren zu können. Bei der Blockade am Hauptfriedhof mit 300 AntifaschistInnen kam es zu einem Durchbruchsversuch.

Die Faschisten wurden über Umwege an den Messeplatz und anschließend an den Hauptbahnhof eskortiert, dabei wurden sie von mehreren hundert AntifaschistInnen begleitet. Am Hauptbahnhof wurden die Faschisten von weiteren 150 AntifaschistInnen erwartet, welche allerdings von Polizeikräften angegriffen wurden. Hierbei kam es, wie am ganzen Tag, zu mehreren Festnahmen.

Wir bedanken uns bei allen Menschen, egal, wie sie am 1. Mai Flagge gegen Rechts gezeigt haben. Unsere solidarischen Grüße gehen besonders an alle Festgenommenen und Verletzten.

Eine ausführliche Nachbereitung folgt.

www.antifajugendkl.blogsport.de / antifajugendkl@riseup.net / www.twitter.com/aj_kl

++ Infoupdate zum Naziaufmarsch am 1. Mai 2014 in Kaiserslautern ++

Die NPD hat gegen die Auflagen der Polizei geklagt, die genaue Route der Nazis ist daher noch nicht bekannt. Der Naziaufmarsch beginnt auf dem Messeplatz.

Es soll tagsüber zu leichtem Regen bei knapp über 15° C kommen, stellt Euch darauf ein. Nehmt auch genug zu Essen und Trinken mit, der Tag kann lang werden.

Wir sehen uns am 1. Mai um 10:00 Uhr am Stiftsplatz!

Rassistischer Hetze keinen Meter!

Ermittlungsausschuss (EA): 01748614788
Infotelefon: 015122126931
Twitter: https://twitter.com/aj_kl Hashtag: #1maikl
Blog: www.antifajugendkl.blogsport.de

Aufruf zur 1.-Mai-Demo „Rassistischem Gedankengut entschieden entgegentreten“

Die Studierendenschaft der TU Kaiserslautern unterstützt den Aufruf des Bündnisses „Kaiserslautern gegen Rechts“ gegen die Demonstration rechtsextremer Gruppierungen, welche unter dem Motto „Europa wählt rechts – die Pfalz wählt NPD!“ am 1. Mai in Kaiserslautern stattfinden soll.
Daher rufen die Gremien der Studierendenvertretung zur Teilnahme an den geplanten Aktionen des Bündnisses gegen Rechtsextremismus und des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) auf.

Die momentane wirtschaftliche Lage auf kommunaler und europäischer Ebene bietet rechten Parteien, insbesondere der NPD, enormen Auftrieb. Dabei instrumentalisiert die NPD die „Flüchtlingswelle“ für ihre 1.-Mai-Demonstrationen, um daraus Stimmen für die Ende Mai stattfindenden Kommunalwahlen zu gewinnen.

Gerade als eine multikulturelle Vertretung der Studierendenschaft, die von internationalem Austausch geprägt ist und die tagtäglich beweist, dass das interkulturelle Miteinander sehr wohl funktioniert, lehnen wir jede Form von Rassismus ab und rufen zur Gegendemonstration gegen die NPD-Demo auf.

Aktionen am 1. Mai:
Die Gegendemonstrierenden treffen sich um 10 Uhr am Stiftsplatz zu einer Auftaktkundgebung des DGB. Gegen 11 Uhr wird sich der DGB Richtung Volkspark begeben, um die Feierlichkeiten zum Tag der Arbeit zu begehen. Die Gruppe der Gegendemonstrierenden wird sich zum Messeplatz begeben und dort die um 12 Uhr ankommenden NPD-Sympathisant*innen empfangen und ihre Route kritisch begleiten.
An den Flüchtlingsunterkünften am Asternweg wird ab 10 Uhr ein gemeinsames Fest mit den Flüchtlingen und interessierten Menschen stattfinden, um den NPD-Anhänger*innen für ihre geplante Kundgebung am Flüchtlingsheim die Freude des interkulturellen Miteinanders aufzuzeigen. Hierfür hat sich auch Irene Alt, Ministerin für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen Rheinland-Pfalz, angekündigt.

Treffpunkt: Stiftsplatz, 1. Mai 2014, 10 Uhr

Wir hoffen auf Eure Unterstützung.
Euer AStA

Farbe bekennen gegen braunen Aufmarsch – Neonazis wollen am 1. Mai durch Kaiserslautern ziehen. Verschiedene Gegendemonstrationen geplant

Neonazis wollen am 1. Mai durch Kaiserslautern ziehen. Verschiedene Gegendemonstrationen geplant

Auch in Kaiserslautern will die NPD am 1. Mai den Kampftag der Arbeiterklasse für nationalistische und rassistische Hetze mißbrauchen. Die geplante Demonstration sieht die NPD als zentrale Veranstaltung für Süddeutschland. Die Partei mobilisiert in Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Baden-Württemberg und Hessen ihre Anhänger. Über die Demonstrationsroute schweigen sich das Ordnungsamt der Stadt und die Polizei bislang aus. Klar ist bisher nur, daß die Rechten durch die Innenstadt ziehen wollen.

Die zentrale Gegenveranstaltung, eine Kundgebung am Stiftsplatz in der Kaiserslauterer Innenstadt, wird vom DGB organisiert. Laut des aktionspolitischen Sekretärs des DGB Westpfalz, Marcel Divivier-Schulz, werden zu dieser Kundgebung rund 1000 Menschen erwartet. Als Redner hierfür greift der DGB auf Lokalpolitiker von der CDU bis zur Linkspartei zurück. Die Veranstaltung um zehn Uhr soll in einen Demonstrationszug münden, der zur traditionellen Maifeier des DGB in den Volkspark führt. Unter der Losung »Kaiserslautern ist bunt statt braun« will man Farbe bekennen, aber einer direkten Konfrontation mit der für zwölf Uhr angesetzten Nazidemo aus dem Weg gehen.

Nicht alle in der Stadt halten das für eine gute Idee. Das Bündnis »Kaiserslautern gegen Rechts«, ein Zusammenschluß lokaler Parteien, Organisationen und Gruppen, setzt sich mit »Kein Fußbreit den Faschisten« für den direkten Gegenprotest ein. Laut einer Sprecherin des Bündnisses soll mit gewaltlosen Mitteln versucht werden, die NPD-Demo zu verhindern. Antifaschistische Gruppen aus dem nahe gelegenen Mannheim, Rheinland-Pfalz und dem Saarland unterstützen dieses Vorhaben. Darüber hinaus will sich eine weitere Gruppe darum bemühen, daß der rassistische Mob nicht bis zu einer Flüchtlingsunterkunft am Stadtrand vordringt. Dieser »Graue Block« hat dort eine weitere Kundgebung angemeldet. Er will vor Ort bei den Flüchtlingen seine Solidarität zeigen. Die Pressestelle des Polizeipräsidiums Westpfalz ließ verlauten, daß es die originäre Aufgabe der Polizei sei, das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit zu gewährleisten. Es ist also davon auszugehen, daß die Einsatzkräfte versuchen werden, die Demonstrationspläne der NPD durchzusetzen.

Quelle: Junge Welt, 30.04.2014

Kaiserslautern: Information zu rassistischen Zwischfällen am 26.04.2014

Am 26.04.2014 kam es zu mehreren rassistischen Zwischenfällen seitens NPD Sympathisanten in Kaiserslautern.

An diesem Tag plakatierte die NPD in vielen Teilen der Stadt, gerade im sogenannten „sozialen Brennpunkt“ in dem auch die Flüchtlingsunterkunft liegt.

In diesem Zusammenhang wurden einige Bewohner der Flüchtlingsunterkunft im Asternweg beleidigt und bedroht.
Auch in der Innenstadt wurde deren Propaganda verteilt, worauf es wieder zu einzelnen Beleidigungen gegen andersdenkende Personen kam.

Aus diesem Grund ist der 01.Mai von zentraler Bedeutung.

- Wir wollen nicht zulassen, dass Menschen die aus ihrer Heimat fliehen mussten, bedroht und eingeschüchtert werden.

- Wir zeigen uns solidarisch mit den Geflüchteten und verurteilen solche Einschüchterungsversuche.

- Lasst uns die rassistische Propaganda, die gegen Minderheiten hetzt, gemeinsam übertönen!

01.Mai – Gemeinsam stark – gegen Nazis!

10 Uhr – Stiftsplatz

Kaiserslautern gegen Rechts