Archiv für April 2014

++ Infoupdate zum Naziaufmarsch am 1. Mai 2014 in Kaiserslautern ++

Die NPD hat gegen die Auflagen der Polizei geklagt, die genaue Route der Nazis ist daher noch nicht bekannt. Der Naziaufmarsch beginnt auf dem Messeplatz.

Es soll tagsüber zu leichtem Regen bei knapp über 15° C kommen, stellt Euch darauf ein. Nehmt auch genug zu Essen und Trinken mit, der Tag kann lang werden.

Wir sehen uns am 1. Mai um 10:00 Uhr am Stiftsplatz!

Rassistischer Hetze keinen Meter!

Ermittlungsausschuss (EA): 01748614788
Infotelefon: 015122126931
Twitter: https://twitter.com/aj_kl Hashtag: #1maikl
Blog: www.antifajugendkl.blogsport.de

Aufruf zur 1.-Mai-Demo „Rassistischem Gedankengut entschieden entgegentreten“

Die Studierendenschaft der TU Kaiserslautern unterstützt den Aufruf des Bündnisses „Kaiserslautern gegen Rechts“ gegen die Demonstration rechtsextremer Gruppierungen, welche unter dem Motto „Europa wählt rechts – die Pfalz wählt NPD!“ am 1. Mai in Kaiserslautern stattfinden soll.
Daher rufen die Gremien der Studierendenvertretung zur Teilnahme an den geplanten Aktionen des Bündnisses gegen Rechtsextremismus und des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) auf.

Die momentane wirtschaftliche Lage auf kommunaler und europäischer Ebene bietet rechten Parteien, insbesondere der NPD, enormen Auftrieb. Dabei instrumentalisiert die NPD die „Flüchtlingswelle“ für ihre 1.-Mai-Demonstrationen, um daraus Stimmen für die Ende Mai stattfindenden Kommunalwahlen zu gewinnen.

Gerade als eine multikulturelle Vertretung der Studierendenschaft, die von internationalem Austausch geprägt ist und die tagtäglich beweist, dass das interkulturelle Miteinander sehr wohl funktioniert, lehnen wir jede Form von Rassismus ab und rufen zur Gegendemonstration gegen die NPD-Demo auf.

Aktionen am 1. Mai:
Die Gegendemonstrierenden treffen sich um 10 Uhr am Stiftsplatz zu einer Auftaktkundgebung des DGB. Gegen 11 Uhr wird sich der DGB Richtung Volkspark begeben, um die Feierlichkeiten zum Tag der Arbeit zu begehen. Die Gruppe der Gegendemonstrierenden wird sich zum Messeplatz begeben und dort die um 12 Uhr ankommenden NPD-Sympathisant*innen empfangen und ihre Route kritisch begleiten.
An den Flüchtlingsunterkünften am Asternweg wird ab 10 Uhr ein gemeinsames Fest mit den Flüchtlingen und interessierten Menschen stattfinden, um den NPD-Anhänger*innen für ihre geplante Kundgebung am Flüchtlingsheim die Freude des interkulturellen Miteinanders aufzuzeigen. Hierfür hat sich auch Irene Alt, Ministerin für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen Rheinland-Pfalz, angekündigt.

Treffpunkt: Stiftsplatz, 1. Mai 2014, 10 Uhr

Wir hoffen auf Eure Unterstützung.
Euer AStA

Farbe bekennen gegen braunen Aufmarsch – Neonazis wollen am 1. Mai durch Kaiserslautern ziehen. Verschiedene Gegendemonstrationen geplant

Neonazis wollen am 1. Mai durch Kaiserslautern ziehen. Verschiedene Gegendemonstrationen geplant

Auch in Kaiserslautern will die NPD am 1. Mai den Kampftag der Arbeiterklasse für nationalistische und rassistische Hetze mißbrauchen. Die geplante Demonstration sieht die NPD als zentrale Veranstaltung für Süddeutschland. Die Partei mobilisiert in Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Baden-Württemberg und Hessen ihre Anhänger. Über die Demonstrationsroute schweigen sich das Ordnungsamt der Stadt und die Polizei bislang aus. Klar ist bisher nur, daß die Rechten durch die Innenstadt ziehen wollen.

Die zentrale Gegenveranstaltung, eine Kundgebung am Stiftsplatz in der Kaiserslauterer Innenstadt, wird vom DGB organisiert. Laut des aktionspolitischen Sekretärs des DGB Westpfalz, Marcel Divivier-Schulz, werden zu dieser Kundgebung rund 1000 Menschen erwartet. Als Redner hierfür greift der DGB auf Lokalpolitiker von der CDU bis zur Linkspartei zurück. Die Veranstaltung um zehn Uhr soll in einen Demonstrationszug münden, der zur traditionellen Maifeier des DGB in den Volkspark führt. Unter der Losung »Kaiserslautern ist bunt statt braun« will man Farbe bekennen, aber einer direkten Konfrontation mit der für zwölf Uhr angesetzten Nazidemo aus dem Weg gehen.

Nicht alle in der Stadt halten das für eine gute Idee. Das Bündnis »Kaiserslautern gegen Rechts«, ein Zusammenschluß lokaler Parteien, Organisationen und Gruppen, setzt sich mit »Kein Fußbreit den Faschisten« für den direkten Gegenprotest ein. Laut einer Sprecherin des Bündnisses soll mit gewaltlosen Mitteln versucht werden, die NPD-Demo zu verhindern. Antifaschistische Gruppen aus dem nahe gelegenen Mannheim, Rheinland-Pfalz und dem Saarland unterstützen dieses Vorhaben. Darüber hinaus will sich eine weitere Gruppe darum bemühen, daß der rassistische Mob nicht bis zu einer Flüchtlingsunterkunft am Stadtrand vordringt. Dieser »Graue Block« hat dort eine weitere Kundgebung angemeldet. Er will vor Ort bei den Flüchtlingen seine Solidarität zeigen. Die Pressestelle des Polizeipräsidiums Westpfalz ließ verlauten, daß es die originäre Aufgabe der Polizei sei, das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit zu gewährleisten. Es ist also davon auszugehen, daß die Einsatzkräfte versuchen werden, die Demonstrationspläne der NPD durchzusetzen.

Quelle: Junge Welt, 30.04.2014

Kaiserslautern: Information zu rassistischen Zwischfällen am 26.04.2014

Am 26.04.2014 kam es zu mehreren rassistischen Zwischenfällen seitens NPD Sympathisanten in Kaiserslautern.

An diesem Tag plakatierte die NPD in vielen Teilen der Stadt, gerade im sogenannten „sozialen Brennpunkt“ in dem auch die Flüchtlingsunterkunft liegt.

In diesem Zusammenhang wurden einige Bewohner der Flüchtlingsunterkunft im Asternweg beleidigt und bedroht.
Auch in der Innenstadt wurde deren Propaganda verteilt, worauf es wieder zu einzelnen Beleidigungen gegen andersdenkende Personen kam.

Aus diesem Grund ist der 01.Mai von zentraler Bedeutung.

- Wir wollen nicht zulassen, dass Menschen die aus ihrer Heimat fliehen mussten, bedroht und eingeschüchtert werden.

- Wir zeigen uns solidarisch mit den Geflüchteten und verurteilen solche Einschüchterungsversuche.

- Lasst uns die rassistische Propaganda, die gegen Minderheiten hetzt, gemeinsam übertönen!

01.Mai – Gemeinsam stark – gegen Nazis!

10 Uhr – Stiftsplatz

Kaiserslautern gegen Rechts

Über den Tellerrand schauen: Internationalisierung als Gewinn für die Hochschulen in Kaiserslautern – Pressemitteilung vom 29.04.2014 der Fachhochschule Kaiserslautern

„Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen“ – schon Goethe wusste umdie Bedeutung des Kennenlernens fremder Kulturen. Da gerade im Bereich Bildungder internationale Austausch grundlegend ist, werden nicht nur hierzulande große Anstrengungen unternommen, die Internationalisierung an den Hochschulen,aber auch im Ausbildungsbereich zu fördern. Unter Erasmus+ sind die neuen EU-Bildungsprogramme zusammengefasst, die am 1. Januar in Kraft getreten sind und die Ziele der Strategie Europa 2020 unterstützen sollen. Sie fassen die bisherigen Einzelprogramme für Bildung, Jugend und Sport in einer neuen vereinfachten Programmstruktur zusammen. Damit sind die Hochschulen noch stärker als bisher aufgerufen, die internationale Mobilität von Studierenden und Lehrenden sowie den wissenschaftlichen Austausch voranzutreiben.

Die internationale Ausrichtung der beiden Hochschulen in Kaiserslautern zeigt sich schon bei den Studierenden. 2.041 ausländische Studierende sind zurzeit an derTU eingeschrieben; das sind 14,4 Prozent der Gesamtstudierendenzahl. An über 220 Partneruniversitäten weltweit können Studierende und Wissenschaftler der TU Kaiserslautern studieren und forschen – und die Tendenz ist seit Jahren steigend. 106 Studierende wählten im Wintersemester 2013/14 eine ausländische Partneruniversität für ein Auslandssemester.

„Internationalität ist wichtig und bedeutsam für die Wissenschaft“, so TU-Präsident Prof. Dr.Helmut J. Schmidt mit Verweis auf viele erfolgreiche internationale Lehr- und Forschungsprojekte an der TU. Zudem ist die TU Mitglied im Universitätsverbund Universität der Großregion (UniGR), dem neben der TU Kaiserslautern auch die Universitäten Lothringen, Lüttich, Luxemburg, des Saarlandes und Trier angehören. Ziele der UniGR sind u.a. die Erhöhung der Mobilität von Studierenden und Forschern sowie die gegenseitige Anerkennung von Studienabschlüssen und die Initiierung von gemeinsamen Forschungsprojekten.

Aber auch die Fachhochschule zeigt sich mit einem Anteil von rund 11 Prozentausländischer Studierender aus rund 80 Nationen und über 100 Partnerhochschulen weltoffen. Professor Albert Meij, Leiter des Akademischen Auslandsamtes der FH ist selbst gerade von einem Forschungssemester in Japan zurückgekehrt. Er empfindet ein Auslandssemester als „unglaubliche Bereicherung“, von dem man „rundum erneuert“ zurückkomme. Dabei sei nicht nur das Lernen von anderenKulturen ein Gewinn, sondern auch die Herausforderung, unter völlig anderen Bedingungen effektiv arbeiten zu müssen. Die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen ist aber auch an der eigenen Hochschule möglich: „Internationalization at Home“ ist hier ein Stichwort, das an Bedeutung gewinnt. An der Fachhochschule werden interkulturelle und internationale Kompetenzen in Veranstaltungen des Programms „Förderung der sprachlichen und interkulturellen Kompetenz“ erworben.

Das im Fachbereich Informatik der TU angesiedelte Internationale Graduiertenkolleg 1131 arbeitet eng mit den amerikanischen Partneruniversitäten University of California, Davis, der Arizona State University, Tempe, und der University of Utah, Salt Lake City zusammen. Ein Agreement of Cooperation besteht mit der University of California, Davis. Renommierte Wissenschaftler/innen des Fachbereichs Biologie der TU Kaiserslautern, der medizinischen und biowissenschaftlichen Fakultäten der Universität des Saarlandes und der Fakultät für Medizin/Zahnmedizinder Universität Alberta in Kanada untersuchen im Internationalen Graduiertenkolleg 1830 Membranproteine, deren Fehlfunktionen im Zusammenhangmit schwerwiegenden Erkrankungen des Menschen stehen.

Ebenso gibt es an der FH viele Beispiele für einen fruchtbaren internationalen Austausch in der Forschung. Entsprechende Förderprogramme sind dabei hilfreich. An der FH werden z.B. mit EU-Unterstützung in der Großregion SaarLorLux Kontakte zu Hochschulen und Wirtschaftsförderern im benachbarten Frankreich, Belgien und Luxemburg etabliert. Im Rahmen von EU Projekten arbeiten Forscher der FH auf dem Gebiet der Mikro- und Nanotechnik mit Wissenschaftlern aus England, Italien, Irland, Portugal, Schweiz, Slowakien, Japan und China zusammen und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) finanziert wissenschaftliche Austauschprojekte in der Arbeitsgruppe Biomedizinische Messtechnik mit Hongkong und im Bereich Biotechnologie mit Serbien.

„Über den eigenen Tellerrand zu schauen, von anderen Kulturen zu lernen, ist immer ein Gewinn. Hochschule, Wissenschaft und Forschung sind nur international denkbar!“, ist FH Präsident Prof. Dr. Konrad Wolf überzeugt, „gerade in Bildung und Forschung bringt uns die Internationalisierung enorm voran.“

Ansprechpartner:Prof.Dr. Konrad Wolf, Präsident der FH Kaiserslautern / Tel: 0631/3724-2100 / Mail: praesident@fh-kl.de