Erfolgreiche Infoveranstaltung und Protest gegen Nazis

Am gestrigen Mittwoch, den 22. Januar 2014, fand in Kaiserslautern eine gut-besuchte Infoveranstaltung zu den regionalen Nazi-Strukturen statt. Gegen diese marschierten circa 25 Neonazis auf.

Am Dienstagabend wurde bekannt, dass die neo-faschistische NPD einen Aufmarsch in unmittelbarer Nähe des Anti-Kriegs- und GI-Café „Clearing Barrel“ angemeldet hatte. An diesem beteiligten sich bis zu 25 Nazis, welche größtenteils nicht aus Kaiserslautern stammten. Der Aufmarsch richtete sich gegen ein dort stattfindende Informationsveranstaltung. Diese zeigte die Verstrickungen und personellen Überschneidungen der NPD zur regionalen Kameradschaftsszene auf.

Markus Walter (NPD, Pirmasens), Ricarda Riefling (NPD, Pirmasens), Jan Jaeschke (NPD-Baden-Württemberg, Weinheim) sowie Melanie Schlinck (NPD/„Kameradschaft-Pfalzsturm“, Kaiserslauten) hetzten über den Lautsprecherwagen der NPD Pirmasens lauthals gegen MigrantInnen, antifaschistische und fortschrittliche Kräfte sowie amerikanische MitbürgerInnen, außerdem spielten sie Marschmusik und Rechtsrock ab. Sie hielten ein Transparent und mehrere Fahnen. Zum Beispiel wurden über die Lautsprecher GegendemonstrantInnen und AnwohnerInnen mit dem Ausruf „Eure Eltern sind Geschwister“ beleidigt.

Den Faschisten stellten sich um die 100 AntifaschistInnen und AnwohnerInnen mit einer gemeinsamen Kundgebung entgegen. Diese machten mit lautstarken Parolen, beispielsweise „Hoch die internationale Solidarität!“, „Kein Mensch ist illegal – Bleiberecht überall!“ und „Das ganze Viertel hasst die NPD!“ sowie Transparenten und einer kleiner spontanen Demonstration auf sich aufmerksam. Aus den geöffneten Fenstern der umliegenden Häusern ertönte ebenso lautstarker Widerspruch.

Unsere Veranstaltung wurde kurz nach 19 Uhr eröffnet. An dieser, von der Antifaschistischen Jugend organisierten Veranstaltung, nahmen 60 bis 70 Personen teil, darunter auch einige AnwohnerInnen. Zwei Referenten hielten einen ausführlichen Vortrag über die regionale Nazi-Szene. Dieser wurde durchweg positiv aufgenommen, außerdem konnten neue Kontakte geknüpft werden.

Fazit:

Die Nazis haben ihr Ziel, unseren Vortrag durch massive Unterstützung von extra angereisten Faschisten zu verhindern bzw. zu stören, nicht erreicht. Stattdessen solidarisierten sich die AnwohnerInnen mit den AntifaschistInnen und zeigten dadurch erneut, dass Faschisten im alternativen „Musikerviertel“ nicht willkommen sind. Wir werden an diesen erfolgreichen Abend auch in Zukunft anknüpfen.

In diesem Sinne:
Die Antifaschistische Aktion aufbauen!

Siehe auch:

https://linksunten.indymedia.org/de/node/104216 – „Nazis wollen MORGEN antifaschistischen Vortrag stören“
https://linksunten.indymedia.org/en/node/104259 – „Update zur Nazi-Kundgebung heute“
https://linksunten.indymedia.org/de/node/104216 – „Nazis wollen MORGEN antifaschistischen Vortrag stören“
http://www.saarkurier-online.de/?p=107942 – „Die NPD will in den Stadtrat von Kaiserslautern“

Terminhinweis:

Am Montag, den 27. Januar 2014, findet um 11.00 Uhr eine Mahnwache anlässlich der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz auf dem Synagogenplatz in Kaiserslautern statt. Beteiligt Euch an der Mahnwache; SchülerInnen können vom Unterricht für die Teilnahme an der Veranstaltung befreit werden.